::: ::: ::: Marketing für kleine Unternehmen ::: ::: :::
„Und wenn du den Eindruck hast, dass das Leben ein Theater ist, dann suche dir eine Rolle aus, die dir so richtig Spaß macht.”
William Shakespeare
Manchmal ist es halt so: Man wird einfach nicht glücklich in seinem als junger Mensch gelernten Beruf. In meinem Fall war es das Zeichenbrett in diversen Technischen Büros, das mich einfach nicht ausgefüllt hat. Wäre ich als junger Dipl.−Ing. in der Projektierung gelandet oder im Verkauf – wäre also viel mit Menschen in Kontakt gekommen –, wer weiß, vielleicht arbeitete ich heute noch als Ingenieur.
Den gelernten Beruf an den Nagel zu hängen ist mir alles andere als leicht gefallen. Schließlich hatte der Maschinenbau rund zehn Jahre meines Lebens geprägt. Studien- und Berufszeit zusammen gerechnet. Das gibt man nicht eben so im Vorbeigehen auf.
Die allergrößte Herausforderung war, nicht zu wissen, was ich beruflich wirklich machen wollte. Ich hatte keine Vorstellung. Wie inspirierend und erfüllend Arbeit sein kann, hatte ich durch meine erste Selbständigkeit während des Studiums erfahren. Mit Anfang zwanzig hatte ich zusammen mit einem Freund eine Musikschule gegründet, diese Stück für Stück zu einem Fachgeschäft ausgebaut und so einen beträchtlichen Teil des Studiums finanziert.
... Lust auf Tun und etwas bewegen – dieses Lebensgefühl war mir verloren gegangen. Das hatte ich mir als Allererstes einzugestehen. Was dann kommen könnte, musste sich zeigen. Eine bittere Zeit.
Nach langen inneren Kämpfen und Krämpfen gab ich meine Stelle auf. Flog erst mal auf die Kanaren, um auf andere Gedanken zu kommen. Aber auch dort lockerte sich wenig in mir, das ersehnte neue Berufsbild wollte sich nicht so schnell einstellen. Es dauerte drei weitere lange Monate des Nicht-Wissens, dann wendete sich das Blatt.
Schreiben hatte mir schon immer Spaß gemacht. Eine Zeit lang hatte ich als Jugendlicher mit Freunden eine Jugendclub-Zeitung herausgegeben, mit Matritzendruckern eigenhändig vervielfältigt. Privat schrieb ich Geschichten und Gedichte.
Diese Vergangenheit muss es gewesen sein, die Nähe zum Schreiben, die mir plötzlich diesen Ghostwriting-Auftrag ins Haus flattern ließ. Noch war ich ja nicht auf die Idee gekommen, ich könnte mit Schreiben meinen Lebensunterhalt verdienen. Aber plötzlich war dieser Auftrag da und ich saß viele Stunden an Schreibtischen, in Bibliotheken, sprach mit Menschen, arbeitete mich schnell in ein neues Wissensgebiet ein und schrieb darüber.
So flammte sie wieder auf, die Begeisterung, die Lust auf Tun, die sich aus der richtigen Aufgabe ergibt:
Ab diesem Moment lag der Gedanke an Journalismus nicht mehr fern. Ich las alles darüber, was ich in die Finger bekommen konnte, besuchte Presse-Veranstaltungen, wollte Journalisten kennen lernen. Gleichzeitig kümmerte ich mich um die ersten Druckzeilen als freier Mitarbeiter bei der lokalen Tageszeitung.
Als das geschafft war, entwickelten sich die Dinge recht schnell. Ich wurde sehr bald zu anspruchsvollen Terminen geschickt, übte mich in journalistischen Darstellungsformen und konnte ein gutes halbes Jahr später eines der begehrten Redaktions-Volontariate antreten, um mich von der Pike auf zum Journalisten auszubilden.
Es folgten sieben ereignisreiche Jahre, in denen ich jede Menge Redaktions- und Medienerfahrung sammelte. Nebenberuflich bildete ich mich auf den Gebieten Marketing und Public Relations weiter. Und durch die intensive Beschäftigung und Auseinandersetzung mit persönlichen Themen wie Liebe, Sex, Partnerschaft und Elternsein lernte ich spannende Methoden aus der Humanistischen Psychologie und der Systemtheorie kennen und schätzen.
Als ich zum ersten Mal mit einem persönlichen Coach arbeitete und die Kraft und Dynamik eines solchen Prozesses erkannte, wurde in mir der Wunsch wach, selbst als Coach zu arbeiten. Also intensivierte ich meine Fort- und Weiterbildung, lernte vieles in der Humanistischen Psychologie und der systemischen Beratung. Zu meiner Überraschung erreichten mich bereits wenig später erste Anfragen, ob ich als Coach zur Verfügung stünde …
Rückblickend kann ich sagen: Ich bin dem Fluss des Lebens gefolgt, habe meinen Gefühlen und Impulsen vertraut, habe um Hilfe gebeten und so private und berufliche Krisen gemeistert. Und die Erkenntnisse daraus für mein inneres Wachstum genutzt. Entschlossenheit, Beharrlichkeit, eine Portion Glück und viel Unterstützung durch Familie und Freunde waren wie Proviant auf dem Weg, der mich zu dem geführt hat, was ich heute mit großem Enthusiasmus tue. Für all das bin ich sehr dankbar.
Ich grüße Sie und danke Ihnen für Ihr Interesse.
Robert Heeß
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